Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Hypnose bei Dysthymia

Der Begriff Depression wird in der Alltagssprache häufig verwendet, um Zustände der Niedergeschlagenheit, der Traurigkeit und Bedrücktheit zu bezeichnen. Diagnostisch ist es aber wichtig, genauer zu unterscheiden.

 

Hinter dem Begriff Depression können sich Zustände verbergen, die zwar einen gemeinsamen Nenner haben, aber doch auch relevante Unterschiede besitzen.
So weist eine nicht geringe Zahl von Menschen, die sich selbst als depressiv bezeichnen oder von anderen als depressiv bezeichnet werden, aktuell keine deutlich ausgeprägten depressiven Episoden leichten, mittleren oder schweren Grades auf.

 

Möglicherweise haben bei ihnen in der Vergangenheit solche Episoden bestanden, wohingegen jetzt aber eine lang anhaltende, chronische depressive Verstimmung vorliegt. Und diese depressive chronische Verstimmung ist in ihrer Ausprägung dann weniger gravierend als eine depressive Episode. Das internationale Diagnosehandbuch ICD-10 bezeichnet dies als Dysthymia.


Alltagsweltlich beschreiben die Betroffenen es oft so, dass sie sich lustlos fühlen, dass sie bedrückt sind und keine rechte Freude empfinden. Sie sind oft müde, fühlen sich schnell angestrengt, können Erlebnisse nicht recht genießen. Viele neigen zum Grübeln, können schlecht schlafen, werden von Gefühlen der Unzulänglichkeit geplagt.

 

Das bedeutet allerdings nicht, dass sie ihren sozialen und beruflichen Aufgaben nicht nachgehen könnten. Sie fühlen sich allerdings in erhöhtem Maße belastet dabei.


Diese chronische Verstimmung kann durchaus auch von Phasen unterbrochen werden, in denen es den Betroffenen besser geht. Doch umso belastender ist es dann für viele, wieder zu erleben, wie sie hinuntergezogen werden in die niedergedrückte Stimmung.


Das führt naheliegenderweise viele Betroffenen dazu, sich zu fragen, warum sich ihr Befinden nicht dauerhaft bessert. Sie wüssten gern, was die Ursachen dafür sind, dass sie sich in dieser Verfassung befinden.

 

Es ist empfehlenswert, auf jeden Fall eine medizinische Abklärung vornehmen zu lassen, um mögliche körperliche Ursachen oder Nebenfolgen entdecken zu können.


Die klinische Hypnose setzt anders an. In einer möglichst tiefen hypnotischen Trance sollen die Kräfte des Unbewussten aktiviert werden. Denn vieles, was in unserem Seelenleben vor sich geht, entzieht sich dem Zugriff des bewussten Verstandes und der bewussten Beobachtung. Auch die Aufforderung, über ihre Gefühle zu sprechen, löst bei nicht wenigen Betroffenen eher Blockaden aus.

 

Viele an Dysthymia leidende Menschen finden es schwierig mit ihren bewussten Kräften zu arbeiten, sie fühlen sich dazu nicht selten zu kraftlos. Umso wichtiger kann es dann sein, die Kraft des Unbewussten nutzbar zu machen.