Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

ADHS | Hypnose

Für Kinder, aber auch für Erwachsene, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom leiden, kann die Behandlung mit Hypnose eine Alternative sein. Sie lässt sich auch ergänzend nutzen, wenn andere Behandlungen fortgeführt werden.

 

Kann sich das Kind nicht gut konzentrieren, ist es immer in Bewegung, ruhelos und unaufmerksam, und zwar in einem zu hohen Maße, sodass es selbst darunter leidet, suchen viele Eltern nach Hilfe. Sie sprechen oft erst mit den Lehrern und ggf. Psychologen, um die Symptome klären zu können.

 

Das ist sinnvoll und zu empfehlen. Zu beachten ist jedoch auch, dass die Diagnostik von ADHS nicht ganz unumstritten ist. Es kann manchmal fraglich sein, ob die Störung tatsächlich vorliegt oder das Erleben des Kindes in den Normalbereich gehört. - Leidet es jedoch darunter, so ist es wichtig, ihm zu helfen.

 

Die Hypnosetherapie, wie sie von mir verwendet wird, zielt auf einen schlafähnlichen Zustand, in dem die Kräfte des Unbewussten besonders wirksam ansprechbar sind. In der Einleitung der Hypnose können Patienten die Erfahrung machen, wie sie innere Ruhe erreichen und sich zu stabilisieren vermögen.

 

Kann dieses Ziel auch fast jeder erreichen, ist vielen jedoch unbekannt, wie sie dorthin gelangen können. Gerade Kinder mit ADHS sehen sich oft innerlich hilflos ihrem inneren Stress ausgesetzt, der sich dann motorisch entlädt. Hypnose kann ein Weg für sie sein, mit ihrem Inneren Kontakt aufzunehmen und sich regulieren zu lernen.

 

 

Diagnostik von ADHS

 

ADHS zählt zu den psychiatrischen Diagnosen, die bei Kindern am häufigsten sind (Schätzungen besagen, dass 3-7% der Schulkinder betroffen sind). 

 

Die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung kann aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen gestellt werden.

 

Es existiert ein Meinungsstreit zu ADHS, zu dem ich hier nicht Stellung nehme, der sich aber verfolgen lässt, z.B. unter diesem Link.

 

Ich stelle hier nur die Leitlinien dar gemäß der klinischen Diagnostik, wie sie im DSM-IV aufgeführt ist, dem internationalen Diagnosehandbuch:

 

Ein wichtiges Kriterium für das Vorliegen von ADHS ist die Unaufmerksamkeit, die sich in Symptomen zu äußern vermag, die hier nur beispielhaft und nicht erschöpfend aufgezählt werden:

 

- Einzelheiten werden nicht beachtet; es kommt gehäuft zu Flüchtigkeitsfehlern

- die Aufmerksamkeit kann nur schlecht aufrechterhalten werden

- die betreffenden Kinder scheinen häufig nicht zuzuhören, wenn sie angesprochen werden

- Aufgaben werden nicht oder nur unvollständig durchgeführt und können auch nicht gut organisiert werden

- Abneigung gegen länger dauernde Beschäftigung mit einzelnen Themen

- häufiges Verlieren von Gegenständen, auch Vergesslichkeit

- leichte Ablenkbarkeit durch äußere Reize

 

Das zweite wichtige Kriterium ist die Hyperaktivität (sowie Impulsivität):

 

- häufiges Zappeln mit Händen und Füßen; Herumrutschen auf dem Stuhl

- häufiges Aufstehen in der Klasse, obwohl Sitzen erwartet wird

- häufiges Herumlaufen und Klettern in unpassenden Situationen

- Schwierigkeiten, sich ruhig zu beschäftigen

- das Kind ist häufig "auf Achse" und wirkt wie getrieben

- es redet häufig übermäßig viel

- es platzt häufig mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist, und kann nur schwer warten, bis es an der Reihe ist

- das Kind unterbricht und stört häufig andere