Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Den Körper lesen

Ist es bei uns nicht häufig so? Wenn wir vom Leiden betroffen sind, fehlt uns der klare Blick auf uns selbst. Der Leidensdruck hält uns zu sehr gefangen. Vor allem entgeht uns dabei nicht selten, wie Körper und Geist zusammenhängen.

 

Den Patienten, der zu mir kommt, kann ich zunächst nur von außen betrachten. Aber mit einem geübten Blick lässt sich dem einzelnen Menschen ansehen, wie sich sein Leiden im Körper äußert. Denn die Psyche spricht durch den Körper: Ob Angst oder Panik, Eifersucht oder Zwänge, Depression, Burn-out, Essstörungen, Schmerzen oder Nägelkauen oder all die vielen anderen Leiden - sie drücken sich im Äußeren aus.

 

Ganz generell lässt sich nämlich sagen: Wenn wir ein bestimmtes Symptom "haben", dann sitzt es quasi in uns fest. Etwas in uns, das Unbewusste, hält uns in dem Problemzustand fest. Hypnosetechnisch kann man von einer Problemtrance sprechen.

 

Der erste Schritt der hypnotischen Arbeit besteht mit anderen Worten darin, diese Problemtrance zu "entziffern". Es geht darum, verstehen zu lernen, wie der jeweilige Mensch von seiner Problemtrance "befallen" ist.

 

Das Ziel der Hypnosetherapie, wie sie von mir verwendet wird, ist die Erreichung der Lösungstrance: Indem die Problemtrance aufgelöst wird, kann sich ein Lösungszustand entwickeln, der der Problemtrance entgegengesetzt ist.

 

Doch um dieses Ziel erreichen zu können, muss man die jeweilige Sprache verstehen, in der sich Probleme im Patienten äußern. Der Weg dorthin ist die hypnotische Trance.

 

Wir beginnen mit einfachen Schritten, sogenannten Suggestionen, um mit dem Unbewussten Kontakt aufzunehmen und um dabei erkennen zu können, wie Körper und Seele reagieren. In darauf aufbauenden Schritten erfolgt eine Intensivierung bis hin zu einer Tiefenhypnose.

 

Diese größte hypnotische Tiefe kann prinzipiell ein jeder erreichen. Nur die innere Abwehrhaltung baut eine Sperre im Menschen auf. Das aber ist es, was der Begriff der "Problemtrance" meint, die es aufzulösen gilt.

 

Wir arbeiten also an dieser Sperre, oder genauer: dem Widerstand.

 

Das sollte man nicht missverstehen. Selbstverständlich ist es so, dass jeder Patient gesund werden will. Er will es mit seinem bewussten Verstand und mit seinem bewussten Willen. Er möchte Symptome beseitigen. Es frustriert ihn zu erleben, dass sie nicht einfach weggehen wollen. So kämpft er hartnäckig gegen sie an.

 

Doch in seiner Problemtrance gefangen, ist die Sprache des Unbewussten dem Bewusstsein des Menschen nicht zugänglich. Der Organismus, Psyche und Körper, folgt dem bewussten Wollen nicht.

 

Das ist es, was der leidende Mensch, will er auch noch so sehr gesund werden, in sich als eine Sperre erlebt, den besagten Widerstand.

 

Diesen gilt es aufzulösen, damit sich Heilung entwickeln kann.

 

 

Wie aber, so ist noch zu fragen, verhält sich dieser Behandlungsansatz zu dem Thema der "Ursachen"? Wenn Sie daran Interesse haben, lesen Sie über das "neuronale Modell".