Viele Menschen erleben es so, dass Hypnose umso wirksamer wird, je tiefer sie in eine Trance sinken können. Tiefe entsteht dabei nicht durch Druck, sondern durch solche Angebote, die den Raum zu öffnen vermögen — und durch eine Atmosphäre, in der sich etwas in uns so sicher fühlt, dass Heilungsprozesse geschehen können.
Nicht jede Behandlung braucht tiefe Trance. Auch leichtere oder mittlere Hypnosezustände können Heilungswirkung entfalten, besonders dann, wenn sich ein Anliegen bewusstseinsnah gut erreichen lässt oder ein Mensch sehr empfänglich für innere Bilder und Empfindungen ist. (Erfahrungsbericht zur leichten Hypnose)
Leichte, mittlere und tiefe Trance
In der Hypnose unterscheidet man traditionell zwischen den drei folgenden Tiefen:
Leichte und mittlere Trancen reichen oft aus, wenn ein Thema bewusstseinsnah ist oder wenn innere Bilder schnell entstehen. Manche Menschen brauchen nur wenige Angebote, damit z.B. ein Arm schwerer wird, oder auch leichter, oder sich ein Gefühl verändert — ein Zeichen, dass Suggestionen schnell wirksam werden.
Mit geeigneten Angeboten kann jedoch fast jeder Mensch eine tiefe Trance erreichen. Tiefe ist weniger eine Fähigkeit als eine innere Erlaubnis.
Hemmungen und innere Wege
Manche Themen sind uns Menschen schwer zugänglich, sie werden von etwas im Innern geschützt. Die Hemmungen, die wir dann erleben, haben meistens eine Funktion — oft sind sie eine bewahrende Kraft. Auch wenn sie uns sehr einengen können, verdienen sie unsere Wertschätzung.
In der Tiefenhypnose entsteht ein Raum, in dem sich das Innere entspannen darf. Dadurch werden Wege sichtbar, die vorher verschlossen waren — Wege, die nicht erzwungen werden, sondern sich zeigen, wenn die Zeit reif ist.
Ein Blick auf die Tradition
Historisch ist die Hypnose hierzulande stark vom Autogenen Training geprägt – einer Form der Selbsthypnose, die meist nur leichte Trancen bewirkt. Daher überrascht es viele, wie tief Hypnose gehen kann und wie wohltuend Tiefe zu wirken vermag.
Meine Arbeit mit Tiefenhypnose
Wir arbeiten gemeinsam darauf hin, dass tiefe Trancen entstehen können, ohne sie erzwingen zu wollen, und zwar nicht als ein Ziel an sich, sondern als die Möglichkeit, innere Heilung zu erleichtern. Viele Menschen erleben es so, dass allein das Erreichen der angemessenen Tiefe Blockaden im Inneren auflösen kann. Nicht selten besteht die Heilung darin, etwas im Inneren loszulassen, das bislang blockierend war.
Tiefe entsteht gemeinsam
Welche Trancetiefe sinnvoll ist, wird von uns gemeinsam geklärt. Menschen, die in Hypnose sind, behalten jederzeit ihren Einfluss darauf, welche Tiefe sie ansteuern wollen. Sie können sich melden, Rückmeldung geben, die Trance vertiefen oder auch unterbrechen.
Hypnose ist kein Zustand des Ausgeliefertseins, sondern es ist ein innerer Weg, den zwei Menschen gemeinsam gehen — in Ruhe, im eigenen Tempo, im Vertrauen.
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