Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Hypnose bei sozialer Angst

Die soziale Angst, die auch als Sozialangst oder Sozialphobie bezeichnet wird, ist ein verbreitetes Leiden, das mit Hypnose behandelbar ist.

 

In der klinischen Hypnose dient die Rückführung dazu, herauszufinden, wo in der Vergangenheit die Ursachen der sozialen Angst liegen. Mit einer Tiefenhypnose kann zum Unbewussten Kontakt aufgenommen werden, um negative Glaubenssätze und Blockaden aufzulösen.

 

Die jeweilige Ausprägung der sozialen Angst kann sehr unterschiedlich sein. So gibt es empirische Studien, denen zufolge 20% der Befragten über gewisse Ängste berichteten, die sie in sozialen Situationen verspüren, in denen sie öffentlich sprechen oder bestimmte Leistungen vollbringen müssen.

Doch solche Ängste gehören meist zum Normalerleben: Ängste sind ein Teil des psychischen Geschehens und als solcher noch nicht Ausdruck einer Störung. Der Anteil der Menschen, die tatsächlich an einer behandlungsbedürftigen sozialen Angst leiden, liegt ungefähr bei 2%.

 

Oft entwickelt sich die soziale Angst schon früh im Leben, verbreitet im Alter von ca. 15 Jahren, sie kann aber auch schon in der frühen Kindheit einsetzen. Es kann bestimmte Auslösesituationen geben wie z.B. ein als peinlich empfundenes Erlebnis, doch ebenso möglich ist auch ein schleichender Beginn der sozialen Angst.


Um eine soziale Angst zu diagnostizieren, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Dazu gehört zunächst einmal, dass eine ausgeprägte und anhaltende Angst besteht vor Situationen, in denen der Betroffene mit unbekannten Personen zusammentrifft oder von ihnen beurteilt wird.

Wesentlich ist dabei, dass der Betroffene auch die Angst hat, er könne ein peinliches Verhalten in diesen Situationen an den Tag legen, z.B. dass er errötet, dass die Hände zittern, dass er stottert.

Befürchtet wird auch oft, dass es noch andere körperliche Symptome geben könnte, z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen und Herzklopfen, Hyperventilieren, Schwitzen.

 

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist, dass der Betroffene eine deutliche Angstreaktion an den Tag legt, wenn er mit der problematischen Situation konfrontiert wird, es kann sogar zu einer Panikattacke kommen. Das lässt dann des Weiteren ein Vermeidungsverhalten entstehen: Die betroffene Person versucht nach Möglichkeit solchen Situationen auszuweichen, die angstbesetzt sind.

Dieses Vermeidungsverhalten kann jedoch erhebliche Belastungen und Einschränkungen der Lebensführung, sowohl privat als auch beruflich, mit sich bringen. Und die betroffenen Personen sind sich in der Regel durchaus klar darüber, dass ihre Angst übertrieben bzw. unbegründet ist, ohne dass sie sie aus eigener Kraft aber bewältigen könnten.

 

Die soziale Angst ist ein Stresszustand: Der Organismus reagiert so, als ob tatsächlich eine massive Bedrohung bestünde, obwohl diese objektiv gesehen gar nicht existiert. Der chronifizierte Alarmzustand, in dem der Mensch gefangen ist, lässt sich mit eigenen Kräften meist nicht aufheben.

 

Hypnose ist ein Weg, mit den Kräften des Unbewussten eine Heilung herbeizuführen:


Mittels Einleitung einer Trance, am effektivsten einer Tieftrance, wird der ganze Organismus in eine Art Heilschlaf versetzt. Dieser hypnotische Heilschlaf erlaubt es dem Organismus, sein Spannungsniveau so herunterzufahren, dass dann eine Konfrontation mit den bisherigen problemauslösenden Reizen erfolgen kann. Das Unbewusste lernt das, was es zuvor verlernt hat, nämlich situationsangemessen sozialen Begegnungen sich auszusetzen. Es bleibt zwar aufmerksam für eventuell gefährdende Reize, aber nur im Sinne einer inneren Alarmanlage, die nicht mehr permanent Warnsignale von sich gibt, sondern nur dann, wenn es angemessen ist.