Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Hypnose bei Tinnitus

Tinnitus ist ein verbreitetes Leiden, das die Lebensqualität stark einschränken kann. Mit Hypnose lassen sich Tinnitus-Patienten behandeln (zu den Wirkbedingungen siehe die Informationen zur Wirksamkeit von Hypnose sowie die Fragen & Antworten zum Thema Hypnose).

 

Dabei ist auf dem Weg der Rückführung herauszufinden, wo der Tinnitus seine tieferen, unbewussten Ursachen hat. Mittels Tiefenhypnose können die Kräfte des Unbewussten angesprochen werden.

 


An einem chronischen Tinnitus leiden in Deutschland ungefähr 3 Millionen Menschen, doch die Therapiemöglichkeiten sind bislang sehr eingeschränkt. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der chronische Tinnitus zwar als solcher nicht heilbar sei, aber durch therapeutische Ansätze gemildert werden könne. Nur gibt es dabei eine große Uneinigkeit in der Behandlung, verschiedene Therapieansätze konkurrieren miteinander.


Dass man nach eigener subjektiver Einschätzung überhaupt an einem Tinnitus leidet, stellt man typischerweise daran fest, dass man Geräusche wie z.B. Pfeifen oder Zischen, Rauschen oder Summen wahrnimmt, für die sich keine äußere Ursache erkennen lässt und die länger anhaltend sind. Solche Ohrgeräusche dürften die allermeisten Menschen während ihres Lebens einmal haben. Beim Gesunden klingen sie aber relativ schnell wieder ab. Halten sie jedoch über mehrere Stunden an, sollte man einen Termin beim Arzt vereinbaren, um die Symptomatik abklären zu lassen.


Woran es liegt, dass ein Tinnitus entsteht, ist ähnlich unübersichtlich wie auch die Therapie. Eine ganze Reihe von ursächlich wirksamen Faktoren kommt infrage, die im Einzelfall jeweils abgeklopft werden müssen. So könnten beispielsweise Entzündungen des Ohrs oder der Atemwege eine Rolle spielen, auch Schäden durch Lärmbelastung, Tauchunfälle oder Tumoren des Hörnervs sowie eine erhöhte Stressbelastung.


Zwischen Diagnose und Therapie kann jedoch eine beträchtliche Kluft liegen. Die Diagnose ist vielleicht schnell gestellt, die Behandlung kann dafür ggf. umso langwieriger werden. Und dies ist besonders deshalb problematisch, weil der Tinnitus den Betroffenen mürbe zu machen droht:


Wenn wir unangenehme Geräusche im Alltag hören, wollen wir sie abstellen. Wir schließen z.B. bei Baulärm das Fenster oder machen das Radio aus, wenn wir Ruhe haben wollen. Beim Tinnitus geht das nicht, er spielt nicht mit. Je mehr man gegen ihn ankämpft, desto aggressiver droht er sogar zu werden.


Doch der Patient neigt unbewusst dazu, sein Problemlösungsverhalten, welches er sonst im Alltag aktiviert, auch beim Tinnitus weiter einzusetzen. So ergibt sich eine Problemspirale, der alltagsweltliche Lösungsversuch, den der Patient unternimmt, kann geradezu zur Verschärfung des Problems führen.

 

Hypnose ist demgegenüber darauf angelegt, diese Problemspirale zu durchbrechen. Wenn wir im Alltag Probleme bekommen – mit was auch immer -, neigen wir dazu zu ‘kämpfen’. Im Kampfmodus spannen wir uns an, machen ‘dicht’, setzen dabei unsere Problemlösungsroutinen ein. Wenn die nicht erfolgreich sind, droht Frust und Resignation.


So lässt sich dem Tinnitus aber offenkundig nicht beikommen. Um heil und gesund zu werden, müssen wir häufig etwas ändern – in uns und an uns selbst. Die Trance, die durch die Hypnose erzeugt wird, soll einen ‘veränderten Zustand’ bewirken. In diesem veränderten Zustand kann es möglich werden, auf das Unbewusste zuzugreifen, um so Veränderungen innen möglich werden zu lassen, den Organismus sich neu organisieren zu lassen.

 

Der Tinnitus ist in Wirklichkeit nicht einfach ein Problem, das man am Ohr hat. Es hat vielmehr mit dem ganzen Organismus etwas zu tun. Wenn der Organismus insgesamt einen Heilungsprozess durchläuft, kann dann oftmals auch der Tinnitus abklingen.