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Hypnose bei Stottern

Viele vom Stottern betroffene Menschen haben schon seit ihrer Kindheit Erfahrung mit der Logopädie und anderen Herangehensweisen aus dem therapeutischen Bereich.

 

Die meisten, die ich gesprochen habe, haben sie auch als nützlich empfunden. Sie können Techniken verwenden, die sie dabei erworben haben, um das Stottern zu vermeiden.

 

Es wird jedoch oft als mühsam empfunden. Gerade in Situationen, die besonders stressbetont sind, fällt es ihnen nicht selten schwer, solche Techniken anzuwenden.

 

Speziell die Redesituation, mit einer oder mehreren Menschen, vor allem solchen, die unbekannt sind, kann natürlich Stress auslösen. Daher berichten nicht wenige Menschen, dass sie die Techniken zwar beherrschen, aber oft nicht anwenden.

 

Wenn man nicht nur auf das Stottern schaut, kann man häufig wahrnehmen, dass die vom Stottern betroffenen Menschen ganz allgemein zur Anspannung neigen. Stressfaktoren wirken sehr stark auf das Nervensystem ein.

 

Solcher innerer und äußerer Stress, den auch viele andere haben, kann auch zu anderen Störungen führen, die oftmals begleitend auftreten (z.B. Nägelkauen, Zähneknirschen und Grübeln). Beim Stotterer hat der innere Stress als Leitsymptom das Stottern "gewählt", bei anderen kann es anderes sein.

 

Mit Entspannungsübungen ist dabei vielen mitnichten geholfen. Nicht, dass man sie nicht anwenden sollte. Doch sie haben das gleiche Problem, das ich oben schon erwähnte: Gerade dann, wenn man sie braucht, ist nicht der richtige Zeitpunkt für sie.

 

In der klinischen Hypnose, speziell in der Tiefenhypnose, geht es gerade nicht darum, sich einmal "entspannt" zu fühlen. Vielmehr geht es hier darum, einen inneren Weg zu finden, die eigene Spannung "fließen zu lassen". Die Energie soll nicht blockieren, gerade so wie es beim Stottern geschieht, wo sie dann überzulaufen beginnt, wie wenn ein Stausee überläuft.

 

Mittels klinischer Hypnose kann ein Weg eröffnet werden, Gedanken, Gefühle wahrzunehmen und sie zugleich loszulassen, sodass ein Zustand entstehen kann, der sich als "Nicht" charakterisiert: nicht denken, nicht fühlen, nicht machen zu müssen, sondern innere Stressfaktoren jederzeit loslassen zu können.

 

"Gefühlsviren und Gedankenviren", die aus der Stresssituation heraus den Betroffenen "infizierten", sollen erfolgreich abgewehrt werden. Dazu bedarf es der wirksamen Stärkung der eigenen seelischen Abwehrkräfte, sodass die vom Stottern betroffenen Menschen nicht mehr das Gleichgewicht verlieren, wenn sie Belastungsfaktoren erleben.

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