Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Hypnose bei Stottern

Stottern ist für viele betroffene Menschen ein sehr belastendes Problem. Und es ist zudem ein Problem, das viele schon seit der Kindheit mit sich herumschleppen. Laut statistischen Untersuchungen sind Stotter-Symptome bei 1% der Kinder in der Vorpubertät feststellbar, in der Zeit zwischen zwei und sieben Jahren. Bei Jungen sind sie dreimal so häufig ausgeprägt wie bei Mädchen.


Anfangs wird das Problem von den betroffenen Kindern, ihren Familien und dem sozialen Umfeld häufig kaum als solches erkannt. Denn das Kind wird vielleicht nur ab und zu einmal stottern und sich dann eine Zeit lang wieder normal artikulieren können, so dass Familie und soziales Umfeld nicht selten eher von einem “Ausrutscher” ausgehen. Auch dem Kind ist anfangs häufig nicht klar, dass sich da tatsächlich ein Problem melden könnte.


Und mit diesen Annahmen liegen die Menschen auch zunächst oft nicht falsch. Die meisten Menschen verhaspeln sich dann und wann einmal, gerade in Situationen von psychischem Stress, wenn die Worte nicht richtig geordnet über die Lippen kommen wollen. Von einer wirklichen Symptomatik kann man daher auch erst sprechen, wenn sich die Stotterphänomene immer mehr häufen und sich belastend auswirken.


Gerade dann aber setzen bei Kindern häufig Ängste und Vermeidungsmechanismen ein. Die betroffenen Kinder fürchten das Auftreten des Stotterns, achten daher mehr und mehr auf ihre Sprache, die dann auch immer weniger flüssig artikuliert werden kann.


Daraus kann sich eine ganze Reihe von Folgeproblemen ergeben. Es kann zu einer Veränderung des gesamten Sprechverhaltens kommen, z.B. indem insgesamt die Sprechgeschwindigkeit verändert wird (z.B. besonders schnelles Sprechen, um das drohende Problem schnell hinter sich zu bringen) oder gewisse als problematisch bekannte Worte vermieden werden oder sich mimische Ticstörungen hinzugesellen (z.B. verstärktes Augenzwinkern oder ruckweise Kopfbewegungen). Das kann sich belastend auf die Kommunikation und damit die Bewältigung sozialer Herausforderungssituationen auswirken.


Beim Stottern hat man es zu einem wesentlichen Teil mit einem Problem des inneren Stresses zu tun. Innerer (ggf. auch äußerer) Druck kann den Hals im übertragenen, aber auch wörtlichen Sinne eng werden lassen. Die Worte kommen dann nicht mehr flüssig heraus.

 

Das Ziel der klinischen Hypnose besteht darin, im Unbewussten den Stress sich auflösen zu lassen:

 

In der Rückführung geht es darum, die tieferen Gründe und Ursachen zu entdecken, die das Stottern bislang aufrechterhalten. In der Tiefenhypnose kann ein Kontakt zum Unbewussten hergestellt werden, um innere Blockaden und inneren Stress zu beheben.

 

Bei Patienten kann sich das Problem des Stotterns mithilfe von Hypnose lösen lassen, wenn zu inneren, oft unbenennbaren Kräften Kontakt hergestellt werden kann, deren genaues Zusammenspiel vielleicht nie bewusst werden mag, und wenn sie in einen gesunden Zustand gebracht werden können.