Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Hypnose bei Phobien

Phobien sind ein weit verbreitetes Leiden, das sich mit Hypnose behandeln lässt (siehe auch die Informationen zur Wirksamkeit von Hypnose sowie die Fragen & Antworten zum Thema Hypnose).

 

Um den Ursprung der Phobien aufzudecken, kann in der klinischen Hypnose die Rückführung angewendet werden. Mittels der Tiefenhypnose wird ein direkter Weg zum Unbewussten gebahnt, um mit dessen Kräften die Heilung geschehen zu lassen.

 

Nach statistischen Berechnungen weisen ca. 4-8% der Gesamtbevölkerung phobische Symptome auf, die sich allerdings auf verschiedenste Themen beziehen können (eine große Liste verschiedenster Phobien findet sich hier).

 

Zum Zweck der Illustration seien einige Phobien - beispielhaft - genannt. So gibt es unter anderem Phobien, die sich auf bestimmte Tierarten beziehen (z.B. Spinnenphobie oder Schlangenphobie), auf Höhen (Höhenphobie) oder auf Spritzen, Blut, Verletzungen. Des Weiteren gibt es unter anderem auch Phobien wie die Sozialphobie, die Phobie vor Umweltphänomenen wie Blitz und Donner oder die Fallphobie, bei der die betroffene Person sich davor ängstigt zu fallen, wenn in einer gewissen Höhe Mauern oder Geländer fehlen.

 

Kennzeichnend für das Vorliegen einer Phobie ist ganz allgemein eine ausgeprägte und anhaltende Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen (Fliegen, Höhen, Blut sehen …). Konfrontiert mit den entsprechenden auslösenden Reizen kommt es zu einer unmittelbaren Angstreaktion, die sich als Panikattacke äußern kann. Schon die Vorstellung solcher Objekte oder Situationen kann oftmals die phobische Reaktion bereits auslösen, sie müssen nicht einmal unbedingt real vorhanden sein.

 

Charakteristischerweise ist sich die betroffene Person dessen bewusst, dass ihre phobische Reaktion unangemessen ist, d.h., dass sie übertrieben oder unbegründet ist. Aber auch diese Einsicht vermag die Phobie als solche nicht zu unterbinden, sie besitzt eine Eigendynamik, die durch den rationalen Verstand nicht aufhebbar ist.

 

Menschen, die an Phobien leiden, entwickeln in der Regel ein Vermeidungsverhalten: Um sich den negativen Reizen nicht auszusetzen, vermeiden sie sie nach Möglichkeit, sie gehen z.B. gar nicht erst auf hohe Berge, wenn sie eine Höhenphobie haben.

 

Dieses Vermeidungsverhalten kann aber durchaus problematisch sein, da es die eigenen Lebensmöglichkeiten einschränkt. Wer beispielsweise eine Phobie vor dem Fliegen hat, kann Flugreisen vermeiden, doch das wird ggf. sein berufliches Vorankommen behindern oder sich auf die private Lebensgestaltung einschränkend auswirken (z.B. bei Urlaubsreisen).

 

Der Weg zur Heilung kann darin bestehen, dass die Betroffenen die Fähigkeit erwerben, in angemessener Weise auf bisherige phobische Reize zu reagieren. Es heißt nicht, einfach “angstfrei” oder “gleichgültig” zu sein. Die Reaktion sollte vielmehr zum Reiz “passen”. Wie schon oben betont, ist sich die an Phobien leidende Person darüber klar, dass ihre Reaktion unangemessen ist, wenn sie z.B. beim Anblick einer Maus schreiend auf einen Stuhl springt und eine Panikattacke erleidet.

 

Mittels Hypnose wird eine Trance eingeleitet, die für die Heilung wichtig sein kann. Die Trance ist in der klinischen Hypnose ein Zustand zwischen Schlafen und Wachen. Hypnose ist ein schlafähnlicher Zustand, in dem man aber noch die Stimme des Hypnotiseurs hört, wenn auch vielleicht nur sehr verschwommen oder wie durch einen Nebel hindurch. In der Tieftrance kann der sich in Hypnose befindende Mensch auch zumindest phasenweise ganz ‘weg’ sein.

 

Die klinische Hypnose führt somit in einen Zustand einer tiefen Entspannung, das innere Alarmsystem wird zunächst ausgeschaltet. Dem in der Hypnose befindlichen Patienten kann dann der bislang die Phobie auslösende Reiz in der Vorstellung präsentiert werden – aber so, dass die bisherige Problemreaktion unterbleiben soll. Für das Unbewusste kann dies der Weg sein, neu und anders, und zwar jetzt angemessen, zu reagieren.

 

Die bisherige phobische Symptomatik entzieht sich ja dem Zugriff des Bewussten, mit aufklärender, analytischer Arbeit ist daher nicht selten nur bedingt etwas zu erreichen. Eine Alternative ist dann die Kommunikation mit dem Unbewussten, um die Phobie zu bewältigen. Und gerade für die Kommunikation mit dem Unbewussten kann die Hypnose der Königsweg sein.