Hypnose Hamburg Dr. phil. Elmar Basse

Hypnose bei Prüfungsangst

Prüfungsangst ist für viele Menschen ein vertrautes Thema. Sie kann sich jedoch als so gravierend erweisen, dass sie die eigene Lebensgestaltung hemmt. Hypnose vermag effektive Abhilfe zu schaffen. Die Wirksamkeit von Hypnose zur Bewältigung von psychischen Anliegen ist in einer Reihe von klinischen Studien erwiesen worden.

 

Die Rückführung kann in der klinischen Hypnose genutzt werden, um zu den im Unbewussten liegenden Gründen und Ursachen der Prüfungsangst vorzustoßen. Mit der Tiefenhypnose können Kräfte des Unbewussten aktiviert werden, um sich von der Prüfungsangst zu befreien.


Prüfungen gehören zu unser aller Lebenslauf dazu: Schon von früher Kindheit an, mit Beginn der Erziehung, werden wir vor Aufgaben gestellt, die wir zu bewältigen haben. Das löst immer auch einen gewissen Leistungsdruck aus – wir könnten ja auch versagen, was wiederum negative Sanktionen nach sich ziehen könnte, und seien es nur enttäuschte Blicke.


Auch sind es nicht nur die negativen Sanktionen der anderen, die Prüfungsangst entstehen lassen können, sondern auch die Kritik, die wir gegen uns selbst richten, wenn wir unseren eigenen Ansprüchen nicht genügen.


Selbst wenn die Prüfungssituation zum normalen Lebensalltag gehört, leidet nicht jeder auf die gleiche Weise unter Prüfungsangst. Viele scheinen gar nicht von ihr befallen zu sein, was aber auch zuweilen seinen Grund darin haben kann, dass sie ihre Ängste nur innerlich abarbeiten, ohne deren Symptome nach außen treten zu lassen.


Welches sind die Symptome der Prüfungsangst? Sie zeigt sich bei vielen Menschen schon auf rein körperlicher Ebene: Innere Unruhe, Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen, Früherwachen), Magen-Darm-Beschwerden, erhöhter Blutdruck, Anspannung und innere Unruhe, erhöhte Atemfrequenz, Schwitzen, Zittern, aber auch Schwindelgefühle können, neben einigen anderen, bei einer Prüfungsangst auftreten.


Seelisch begleitet werden diese Symptome oft von erheblicher Unsicherheit, Reizbarkeit, Angstgefühlen sowie Stimmungsschwankungen. Zu bemerken sind dann verbreitet auch Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsstörungen, verstärkte Selbstzweifel und anhaltendes Grübeln.

 

Auf der Verhaltensebene resultiert daraus oft ein Flucht- und Vermeidungsverhalten: Der Betroffene blickt der Prüfungssituation angstvoll-gespannt entgegen, findet es aber schwierig, sich effektiv auf die Prüfung vorzubereiten, sondern ergeht sich oftmals in Fluchtgedanken (die Prüfung zu vermeiden, sie ggf. zu verschieben oder ganz ausfallen zu lassen), kann sich aber ggf. auch hektisch-agitiert in Aktionismus begeben, wobei dann oftmals nebensächliche Routinearbeiten an die Stelle effektiver Prüfungsvorbereitung treten, oder geradezu erstarren und es als schwer bis unmöglich empfinden, überhaupt etwas Sinnvolles zu unternehmen.


Aus dieser Blockadesituation findet der unter Prüfungsangst leidende Mensch oft nicht aus eigener Kraft heraus. Die Prüfung erscheint vielen als so enorme Bedrohung, dass es ihnen nicht gelingen will, wieder “zu sich zu kommen” und die eigenen Kräfte sinnvoll zu aktivieren. Eher schauen sie wie das Kaninchen auf die Schlange oder geraten in eine Art von “Bewegungssturm”, der keine hilfreichen Aktivitäten mehr erlaubt.


Klinische Hypnose kann Menschen helfen, die an Prüfungsangst leiden. Schon der Weg in die hypnotische Trance kann heilsam sein, denn sie unterbricht die Stressreaktion. Um überhaupt in eine klinische hypnotische Trance zu gelangen, muss der Organismus sich umstellen auf einen Ruhemodus. In diesem hypnotischen Ruhemodus können Körper, Geist, vor allem aber das Unbewusste erst einmal Abstand gewinnen von der aktuellen “Bedrohungssituation”.

 

Durch die Aktivierung unbewusster Kräfte kann die Hypnose dazu beitragen, auf die bevorstehende Prüfung schauen zu können, ohne innerlich zu blockieren – stattdessen aber Ressourcen wieder zur Verfügung zu haben, die für die Bewältigung der Prüfung erforderlich sind.


Wichtig ist allerdings, sich beim Thema Prüfungsangst nicht erst “auf den letzten Drücker” um Abhilfe zu bemühen. Denn Heilung ist ein Prozess – der kann zwar prinzipiell auch schnell ablaufen, sogar schon in einer einzigen Sitzung. Doch dafür gibt es keine Garantien. Je nach individueller Ausprägung der Symptomatik und den verschiedenen Bedingungen des Klienten kann es eine gewisse Zeit brauchen, um des Anliegens Herr zu werden. Ein zeitlicher Abstand zur Prüfung ist empfehlenswert, um dem Organismus die Möglichkeit zu geben, sich zu stabilisieren.